Interviewer und Bewerber haben sich geäußert. Die Studie bringt teilweise alarmierende Missstände im Personalauswahlprozess zu Tage.

Das Interview während eines Vorstellungsgesprächs ist und bleibt das entscheidende Auswahlinstrument für praktisch jeden Job auf der Welt. Nicht nur, um neue Mitarbeiter einzustellen. Interviews werden oft auch bei Beförderungen, besonderen Projekten, Arbeitsplatzrotation und Nachfolgeplanung eingesetzt. Der Einsatz von Interviewgesprächen ist dermaßen üblich und verbreitet, dass viele Unternehmen und Interviewer ihn als selbstverständlich hinnehmen. Interviewer meinen, sie können die Charaktereigenschaften selber gut einschätzen und benötigen daher kein
formelles Training.
Offensichtlich erhält der Interviewprozess nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Interviewer erscheinen unvorbereitet zum Gespräch oder vergraulen Bewerber mit unprofessionellem Verhalten. Ihre Entscheidungen basieren auf Bauchgefühl statt relevanten Fakten. Viele der gestellten Fragen sind unangebracht – häufig sogar illegal – und können das Unternehmen in Teufels Küche bringen.
Für DDIs aktuelle Umfrage, die Ende 2008 durchgeführt worden ist, wurden mehr als 1.900 Interviewer und 3.500 Bewerber weltweit befragt. Wir wollten wissen: was, glauben Interviewer und Bewerber, funktioniert und was nicht? Ihre Rückmeldungen brachten interessante Erkenntnisse zu Tage.
Die Autoren sind
Scott Erker (Ph.D., Senior Vice President, Selection Solutions Group DDI USA), Kelli Buczynski (Manager, Selection Solutions Group DDI USA), Bruce Watt (Ph.D., Geschäftsführer DDI Australien) und Steve Newhall (Vizepräsident Europa und Geschäftsführer DDI Deutschland).